Das heutige Stadtmuseum Klausen, Nachfolger des 1914 gegründeten Heimatmuseums, wurde im Juni 1992 nach einer längeren Restaurierungsphase wieder eröffnet. Es beherbergt verschiedene Sammlungen, die in den Räumlichkeiten des ehemaligen Kapuzinerklosters untergebracht sind. Der am südlichen Stadtteil von Klausen gelegene Klosterkomplex der Kapuziner geht auf die Schenkung der spanische Königin Maria Anna (1667 – 1740) zurück und ist eng mit der Gestalt und dem Wirken des Kapuzinerpaters Gabriel Pontifeser (1653 – 1706) verbunden. Pater Gabriel Pontifeser trat nach dem Studium der Philosophie und dem erwerb des Doktorgrades dem Kapuzinerorden bei. Er war der persönliche Beichtvater der spanischen Königin Maria Anna. Im Jahre 1699 erwarb die Königin auch das Zoppoltsche Haus, das ehemalige Geburtshaus Pater Gabriels und 1702/03 wurde an dessen Stelle die Loretokappelle errichtet.
Im ersten Saal des Museums wird eine kunsthistorische Entwicklung vom 15. bis zum 19. Jahrhundert nachvollzogen. Der größte Teil der Ausstellung stammt aus dem Raum Klausen, ein weiterer Teil stammt aus den Beständen des ehemaligen Kapuzinerklosters.
Der zweite Saal, die ehemalige Sakristei, ist einem der wichtigsten Abschnitte in der Geschichte der Stadt , dem Themenbereich "Kunst und Künstler in und um Klausen"gewidmet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Klausen zum beliebten Treffpunkt von Künstlern und Gelehrten und wurde als “Künstlerstädtchen” im In- und Ausland gefeiert. In dieser Zeit hielten sich in Klausen mehr als 250 namhafte Maler und Bildhauer auf, darunter zahlreiche international bekannte Persönlichkeiten, wie Braith, Compton, Defregger, Egger-Lienz, Erbslöh, Gabl, Höger, Kanoldt, Koester, Loesch, Mali, Müller-Coburg, Ruß, Seitz, Spitzweg usw. Hinzu kommen auch bedeutende einheimische Künstler: Gallmetzer, Kargruber, Piffrader, Rabensteiner, Schieder und Telfner.
Den bedeutensten Teil des Museums bildet zweifellos der berühmte Loretoschatz, dem der gesamte zweite Stock des Museums gewidmet ist. Dabei wurde die Struktur der kleinen Räumlichkeiten bestehen gelassen, um die Charakteristik des Klosterbaus beizubehalten.
Im Erdgeschoss des Museums wurde ein Bereich für Sonderausstellungen geschaffen, dem eine tragende Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit des Museums zukommt. Die in drei alte Speicherräume des Klosters eingerichtete Museumsgalerie beherbergt alljährlich stattfindende sonderausstellungen.
Ausstellungen
Sonderausstellung "Tierische Nachbarn. Ratte, Floh, Laus" im Rahmen des Ausstellungsprojektes “Hygieia 2013” in Zusammenarbeit mit Frauenmuseum Meran, Naturmuseum Bozen, Pharmaziemuseum Brixen, Südtiroler Landesarchiv.
Dauer der Ausstellung: 23/3 – 15/6/2013
Alexander Koester (1864-1932)
Werke der Dr. Hans und Hildegard Koester Stiftung Dortmund
Eröffnung des Sonderbereiches Alexander Koester im Stadtmuseum Klausen Freitag, 5. April 2013 2013,18.00 Uhr
Öffnungszeiten Di-Sa 9.30 – 12.00, 15.30 – 18.00 Uhr
Sonntag, Montag, 25.4., 1.5., 2.6., 15.8. und 1.11. geschlossen
Dauer der Ausstellung 06/04 – 02/11/2013
APOSTELHAUS Klausen
„Unter Strom_Sotto tensione“
Josef Riehl 31.8.1842-17.2.1917
Ingenieur und Unternehmer
Sonderausstellung über den Tiroler Eisenbahnvater Josef Riehl (1842-1917)
Dauer der Ausstellung: 23/3 – 27/4/2013
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9.00-18.00 Uhr
Öffnungszeiten:
von Ende März bis Anfang November 2013
Di. - Sa., 9.30 – 12, 15.30 – 18 Uhr
Sonntag, Montag, 25. April, 1. Mai, 2. Juni, 15. August und 1. November geschlossen
Für Gruppen besteht die Möglichkeit von Führungen auch während der Schließung.
Eintritt: Erwachsene 4,00 €, Senioren über 60 Jahre 2,50 €, Jugendliche 8-18 Jahre bzw. Studenten 1,50 €, Gruppe über 8 Personen 2,50 €, Familienkarte 8,00 €, Schüler gratis
Weitere Informazionen:
Stadtmuseum Klausen
Auf der Frag 1
39043 Klausen
Tel./Fax 0472 846 148
museum@klausen-bz.it
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