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Kunst in Klausen

Eine Stadt wird zur Galerie

Klausen in Südtirol ist als Künstlerstädtchen im Eisacktal bekannt. Die mittelalterliche Altstadt, die engen Gassen, historischen Bürgerhäuser, kleinen Plätze und der Blick hinauf zum Kloster Säben haben über Jahrhunderte Künstlerinnen und Künstler inspiriert. Bis heute prägt diese besondere Verbindung von Stadtbild, Geschichte und Kreativität das kulturelle Leben in Klausen.

Kunst in Klausen begegnet einem nicht nur im Museum oder bei klassischen Ausstellungen. Sie wird auch im öffentlichen Raum sichtbar: in Schaufenstern, Leerständen, Gassen und auf Plätzen. Über das Jahr verteilt finden verschiedene Kunstaktionen statt, die Klausen als Künstlerstadt neu erlebbar machen. So wird ein Spaziergang durch Klausen zu einer kleinen Entdeckungsreise zwischen mittelalterlicher Architektur, zeitgenössischer Kunst und lebendiger Stadtkultur.
Von Dürer bis zur Künstlerkolonie

Die Kunstgeschichte Klausens beginnt nicht mit einem geplanten Kunstprojekt, sondern mit einem Blick. Im Herbst 1494 machte der junge Albrecht Dürer auf seiner Italienreise in Klausen Halt. Vom Tschanberg oberhalb des Eisacks aus zeichnete er die Stadt mit ihren Häusern, Türmen und dem Säbener Berg. Die ursprüngliche Zeichnung ist zwar verloren, doch das Motiv lebt weiter: Es wurde später im Hintergrund seines Kupferstichs „Das große Glück“, auch „Nemesis“ genannt, verwendet. Heute erinnert der Dürerstein an diesen besonderen Aussichtspunkt.

Viele Jahrhunderte später wurde Klausen erneut zu einem Ort, der Kunstschaffende anzog. Ab den späten 1870er-Jahren entwickelte sich das Städtchen zu einem beliebten Treffpunkt für Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Gelehrte. Das mittelalterliche Stadtbild, die heimelige Atmosphäre, die Landschaft am Eisack und das Licht machten Klausen zu einem Freiluftatelier.

Zwischen 1874 und 1914 hielten sich nahezu 300 Künstler in Klausen auf – darunter bekannte Namen wie Alexander Koester, Franz von Defregger, Albin Egger-Lienz und Hans Loesch, aber auch einheimische Künstler wie Gallmetzer, Piffrader, Rabensteiner und Telfner. Besonders Alexander Koester ist eng mit Klausen verbunden: Er lebte und wirkte hier über viele Jahre und fand im Eisackstädtchen wichtige Motive für sein Schaffen.

So wurde aus Klausen mehr als eine schöne historische Stadt. Klausen wurde ein Ort, an dem Kunst entstand – und an dem der Künstlerblick bis heute spürbar bleibt.
Klausen, das Künstlerstädtchen: Seit Jahrhunderten inspiriert die Stadt Kunstschaffende – auch Albrecht Dürers „Nemesis“ wird mit dem Blick auf Klausen und den Säbener Berg verbunden.
Kunst mitten im Leben

Heute trägt Klausen diese Geschichte weiter: offen, lebendig und manchmal überraschend. Die Stadt ist nicht nur Kulisse, sondern selbst Teil des Kunsterlebnisses. Zeitgenössische Kunst trifft auf alte Mauern, leerstehende Räume werden zu Ausstellungsflächen, Schaufenster zu Blickfängen und Gassen zu Begegnungsorten.

Über das Jahr verteilt finden verschiedene Kunstaktionen statt, die das Künstlerstädtchen aus neuen Perspektiven zeigen. Manche Projekte führen direkt in den öffentlichen Raum, andere laden zum bewussten Hinschauen ein. Immer aber bleibt die Verbindung zu Klausen spürbar: zur Altstadt, zu ihren Geschichten und zu den Menschen, die hier leben, arbeiten und zu Gast sind.

Gerade darin liegt der besondere Charme: Kunst in Klausen ist nicht abgehoben, sondern mitten im Leben.


Klausen mit offenen Augen entdecken

Wer Kunst in Klausen erleben möchte, braucht keinen festen Rundgang. Oft reicht es, langsam durch die Altstadt zu gehen, den Blick schweifen zu lassen und sich überraschen zu lassen.

Zwischen historischen Fassaden, kleinen Geschäften, Plätzen und stillen Winkeln zeigt sich Klausen immer wieder von einer neuen Seite. Ob bei einer Ausstellung, einem Projekt im öffentlichen Raum oder beim Spaziergang durch die Gassen – das Künstlerstädtchen Klausen lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern zu erleben.
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MENSCH SEIN
Triennale Klausen
13.06. - 07.11.2026
Die Triennale Klausen bringt vom 13. Juni - 7. November zeitgenössische Kunst in das Künstlerstädtchen. Alle drei Jahre wird Klausen zum Treffpunkt für Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher. Ausstellungen, Installationen und künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Raum und Gegenwart.
Zur Triennale
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VOGELRAT
Una Boccata d'Arte
20.06 - 14.09.2026
Mit Una Boccata d’Arte zieht zeitgenössische Kunst in den öffentlichen Raum von Klausen ein. 2026 steht das Projekt „Vogelrat. Il consiglio degli uccelli“ des Künstlers Francesco Alberico im Mittelpunkt. In einem partizipativen Prozess entstehen aus persönlichen Geschichten, lokalen Sagen und Fantasiegestalten textile Vogelwesen, die entlang der Oberstadt sichtbar werden.
Zum Kunstprojekt
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KUNST IN DER ALTSTADT
Heinz Lastei
08.08. - Ende Oktober
Bei Kunst in der Altstadt wird das historische Zentrum von Klausen selbst zum Ausstellungsraum. Schaufenster, Leerstände und ausgewählte Orte werden mit Kunst bespielt und bringen kreative Impulse direkt in die Gassen.
So entstehen neue Blickfänge dort, wo Menschen einkaufen, flanieren, stehenbleiben und Klausen auf sich wirken lassen. In den kommenden Ausgaben stehen Werke des Südtiroler Künstlers Heinz Lastei im Mittelpunkt und verleihen der Altstadt zusätzliche künstlerische Tiefe.
Ich möchte mehr erfahren!