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Gastkünstler

Florian Prünster

Ein Harleyfahrer, der für seine Leidenschaft lebt. Eine alte Frau im Rollstuhl, die mit einer Puppe spielt. Ein Dasein, das nicht mehr kämpfen muss, um gesehen zu werden. Drei Kohlezeichnungen hat der in Meran geborene und dort lebende Florian Prünster für die Triennale Klausen vorbereitet – fotorealistisch, und doch nie kalt. Sein Blick sucht hinter Falten, Alter und Rollenbild das Echte. Mensch sein bedeutet für ihn, authentisch zu leben, den eigenen Weg zu gehen, offen für Neues zu bleiben und im Miteinander Verbundenheit zu erfahren.
 
„Mensch sein zeigt sich im Spannungsfeld zwischen Verbundenheit und Autonomie.”
Über den Künstler
Florian Prünster
Florian Prünster, 1960 in Meran geboren, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt. Er widmet sich der Portrait- und figurativen Kunst und zeigt Menschen in ihren individuellen Facetten – vorwiegend in fotorealistischen Zeichnungen aus Kohle und Bleistift, daneben in Ölmalerei.
Er arbeitet nach eigenen Fotografien: Die künstlerische Idee steht für ihn schon vor der Aufnahme fest, das fertige Werk soll weit über die bloße Kopie hinausgehen. Seine Arbeiten zeigt er in Ausstellungen und Galerien in ganz Europa sowie bei internationalen Wettbewerben; in Workshops gibt er seine Technik des Portraitzeichnens weiter.
Was mich zum Thema „Mensch sein“ inspiriert hat
Für mich bedeutet Menschsein, Menschen in ihrer Echtheit zu zeigen so, wie sie leben und ihren eigenen Weg gehen. Mich inspiriert ihre Individualität: der Mut, einen Traum zu verwirklichen, der Umgang mit Erinnerung und Vergänglichkeit, das bewusste Ankommen bei sich selbst, im Einklang mit der Natur oder im Rückzug aus einer lauten Welt.
Meine Portraits erzählen von gelebtem Leben. Von Freiheit und Entwicklung. Von Zerbrechlichkeit und innerer Stärke. Sie laden dazu ein, genauer hinzusehen, hinter Fassaden, hinter Alter, hinter Rollenbilder.
Für mich bedeutet Menschsein, authentisch zu leben, nach vorne zu blicken und offen für Neues zu bleiben. Es heißt, im Miteinander zu wachsen und Verbundenheit zu erfahren. Menschsein ist Freiheit, Hoffnung und Gemeinschaft – nicht Perfektion, sondern Echtheit.
„Ich lebe meinen Traum" zeigt einen Harleyfahrer, der für seine Leidenschaft lebt. Hier steht Menschsein für Freiheit, Selbstverwirklichung und Identität.
„Wenn die Erinnerung spielt" zeigt eine alte Frau im Rollstuhl, die mit einer Puppe spielt. Das Bild erzählt vom Kreislauf des Lebens und von der Zerbrechlichkeit der Erinnerung – und davon, dass Menschsein bleibt, selbst wenn Erinnerungen langsam verblassen.
„Angekommen" erzählt von einem Dasein, das nicht mehr kämpfen muss, um gesehen zu werden. Es strahlt eine stille Würde aus. In einer Welt, die laut ist und ständig Bewegung fordert, steht dieses Bild für das Gegenteil, für das Annehmen, für das Genug, für das Bewusstsein, dass Erfüllung nicht im Außen, sondern im Inneren liegt. Im Einklang mit der Natur und mit sich selbst hat dieser Mensch seinen Frieden gefunden.
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MENSCH SEIN
Triennale Klausen
13.06. - 07.11.2026
Die Triennale Klausen bringt vom 13. Juni - 7. November zeitgenössische Kunst in das Künstlerstädtchen. Alle drei Jahre wird Klausen zum Treffpunkt für Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher. Ausstellungen, Installationen und künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Raum und Gegenwart.
Zur Triennale
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Hauptkünstler Triennale
Hexagon
Gemeinsam fürs Mensch sein
Fünf Künstler aus Südtirol bilden das künstlerische Fundament der Triennale. Lukas Mayr, Patrick Obkircher, Christian Gufler, Florian Tschurtschenthaler, Bernhard Reiterer. Jeder von ihnen entwickelt eine eigenständige, ortsspezifische Arbeit für einen festgelegten Standort in Klausen. Die Werke bleiben über die gesamten fünf Monate zugänglich und prägen das kulturelle Erscheinungsbild der Stadt.
Die Hauptkünstler