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Gastkünstler

Paul Moroder dë Doss

„Mensch = Materie und Geist” – um diese Formel kreist das Schaffen von Paul Moroder dë Doss seit den Anfängen. „ië y tu” / „ich und du” / „io e te” heißt eines seiner Werke für die Triennale Klausen – aus einem Stück Kastanienholz, das in seiner ladinischen Heimatsprache, in Deutsch und Italienisch zugleich anspricht. Der in St. Ulrich geborene und dort lebende Bildhauermeister arbeitet mit Holz, Bronze, Stein und Glas. Selbst inmitten der Gemeinschaft, sagt er, kann sich der Mensch einsam fühlen. Mensch sein heißt für ihn, Individualität und Zugehörigkeit in Balance zu bringen.
 
„Wir alle sind Hauptfiguren – es liegt an uns, ob wir Wendepunkte sein wollen.”
Über den Künstler
Paul Moroder
Paul Moroder dë Doss, 1964 in St. Ulrich geboren, lebt und arbeitet als Bildhauermeister in seinem Heimatort St. Ulrich in Gröden. Das Schnitzen lernte er mit fünfzehn Jahren in der Werkstatt seines Vaters, ebenfalls akademischer Bildhauer, und an der Kunstschule in St. Ulrich; darauf folgte ein zweijähriger Studienaufenthalt in den USA.
Bekannt ist er vor allem für seine sakrale Kunst: Altarraumgestaltungen für zahlreiche Kathedralen, Kirchen und Kapellen sowie monumentale Werke wie der fünf Meter hohe, bronzene Erzengel Michael für die Sacra di San Michele bei Turin. Für sein Schaffen erhielt er unter anderem die Medaille des italienischen Staatspräsidenten und die Medaille von Papst Johannes Paul II.
Seine Materialien sind Holz, Bronze, Stein und Glas, zuletzt zunehmend auch die Malerei. Im Mittelpunkt steht für ihn seit jeher der Mensch – als Einheit aus Materie und Geist.
Was mich zum Thema „Mensch sein“ inspiriert hat
Der Mensch ist ein einzigartiges Wesen, welches sowohl durch seine Individualität als auch durch seine Fähigkeit zur sozialen Interaktion geprägt ist. Schon von Geburt an sind wir auf diese Interaktionen angewiesen, um zu überleben und uns zu entwickeln.
Jeder Mensch besitzt eine einzigartige Persönlichkeit, Identität, Gedanken und Gefühle sowie Stärken und Schwächen, die ihn von anderen unterscheiden.
Sowohl als Individuum als auch als Teil einer Gemeinschaft sind Zugehörigkeit und soziale Bindungen unerlässlich für ein erfülltes Leben und essenziell für unser menschliches Dasein. Entscheidend ist dabei die Balance zwischen unserer Individualität und der Einbindung in die Gesellschaft.
Trotz unserer Fähigkeit zur sozialen Interaktion spüren wir Einsamkeit. Einsamkeit ist ein Gefühl der Isolation und des Alleinseins, unabhängig von der Anwesenheit anderer. Selbst inmitten der Gemeinschaft kann sich der Mensch einsam fühlen, wenn Verständnis oder Akzeptanz fehlen.
Wesentlich ist, uns selbst zu lieben und zu akzeptieren, unsere Individualität zu wahren und gleichzeitig die Verbindung zu anderen Menschen aufrecht zu erhalten aufrechtzuerhalten. Dieses Verhalten ist von großer Bedeutung, um uns nicht einsam zu fühlen und eine friedvollere und inklusive Gesellschaft zu schaffen.
Wir alle sind Hauptfiguren, wir alle sind Akteure, es liegt in jedem einzelnen Einzelnen von uns, ob wir tatsächlich Wendepunkte sein wollen und nach Veränderung streben.
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MENSCH SEIN
Triennale Klausen
13.06. - 07.11.2026
Die Triennale Klausen bringt vom 13. Juni - 7. November zeitgenössische Kunst in das Künstlerstädtchen. Alle drei Jahre wird Klausen zum Treffpunkt für Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher. Ausstellungen, Installationen und künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Raum und Gegenwart.
Zur Triennale
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Hauptkünstler Triennale
Hexagon
Gemeinsam fürs Mensch sein
Fünf Künstler aus Südtirol bilden das künstlerische Fundament der Triennale. Lukas Mayr, Patrick Obkircher, Christian Gufler, Florian Tschurtschenthaler, Bernhard Reiterer. Jeder von ihnen entwickelt eine eigenständige, ortsspezifische Arbeit für einen festgelegten Standort in Klausen. Die Werke bleiben über die gesamten fünf Monate zugänglich und prägen das kulturelle Erscheinungsbild der Stadt.
Die Hauptkünstler