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Traditionelles Kartenspiel

Hebn odo gian?

Watten ist ein traditionelles Kartenspiel in Südtirol, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Es wird gelacht, geflucht, geblinzelt und die Spannung ist greifbar. Risikobereitschaft und ein gutes Gedächtnis sind für den Sieg unerlässlich. Besonders beim Blindwatten, der beliebtesten Variante in Südtirol, sind scharfe Beobachtung und schnelle Kombinationsgabe entscheidend. Die Ursprünge des Kartenspiels, ob französisch oder italienisch, bleiben umstritten.
Eins ist jedoch sicher: Das Watten gehört in den Alltag und die Gasthauskultur Südtirols. Jeder Ort hat seine eigenen Wattregeln, Watten ist mehr als ein Spiel; es ist ein kulturelles Erbe, das die Menschen in Südtirol verbindet und Generationen hindurch weitergereicht wird.

Spielregeln: 
Gespielt wird zu viert, jeweils zwei bilden ein Team und sitzen sich gegenüber. Das Spiel verwendet 33 Karten, darunter 4 Farben (Schell, Laub, Herz, Eichel) mit den Werten 7, 8, 9, 10, Unter, Ober, König, Ass. Zusätzlich gibt es die Zusatzkarte "Weli".


Die Karten werden gemischt, und jeder Spieler erhält 5 Karten. Der Spieler, der die Karten austeilt (Spieler A), und der Spieler zu seiner Linken (Spieler B) nehmen am Ansagen teil. Bei Blind Watten zeigen sich A und B die gewählte Farbe bzw. den Wert. Beim "Blindwatten" mit vier Spielern dürfen die anderen zwei die Karten nicht sehen. Die gewählte Farbe wird zum Trumpf, der gewählte Wert zum Schlag. Die Trumpfkarte mit dem Wert des Schlages ist der "Rechte" und die zweitbeste Karte. Die Trumpfkarte mit dem Wert + 1 des Schlages ist der "Gute" und die beste Karte.

Der Trumpf-Ansager, der die Karten verteilt, kann die oberste und unterste Karte des Kartendecks sehen, was als kleiner Vorteil betrachtet wird, da er nun zwei Karten kennt, die sicher nicht im Spiel sind. Diese Grundregeln legen den Rahmen für die strategischen Entscheidungen und Taktiken während des Spiels. 

Spieler B, der den Schlag angesagt hat, beginnt die Runde, indem er als erster eine Karte ausspielt. Abhängig davon, ob im Uhrzeigersinn (UZS) oder gegen den Uhrzeigersinn (gegen UZS) gespielt wird, ist der nächste Spieler an der Reihe. Dies setzt sich fort, bis alle Spieler eine Karte geworfen haben. Der Spieler mit der höchsten Wertigkeit auf dem Spielfeld gewinnt den Stich, sammelt die Karten ein und startet die nächste Runde.

Sobald ein Team drei Stiche erreicht hat, endet die Runde. Üblicherweise erhält dieses Team 2 Punkte, es sei denn, es wurde zuvor geboten ("I biat drei"). Jetzt muss der Spieler, welcher vorhin Schlag angesagt hat, die Karten mischen und verteilen und Trumpf ansagen. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis ein Team die zu Beginn festgelegte Endpunktezahl erreicht, die je nach Vereinbarung 11, 15 oder 18 Punkte sein kann. Das Spiel setzt sich fort, während die Teams darum kämpfen, diese Endpunktezahl zu erreichen und das Spiel zu gewinnen.
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