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Hauptkünstler

Bernhard Reiterer

Sechs Farbtafeln zu einem Tanzkreis aufgestellt, beleuchtet über Glasfaserkabel, Bewegungsmelder am Boden. Wer sich hineinwagt und sich bewegt oder gar zu tanzen beginnt, bringt sie zum Leuchten – je mehr Bewegung, desto intensiver. Am Ende des Raumes ein großes Bild zweier Menschen, in das die Lichtpunkte hineinstrahlen. Bernhard Reiterers begehbare Installation „Das innere Leuchten“ im ehemaligen Gasthaus Grauer Bär macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt: die Lebendigkeit, die wir ausstrahlen, wenn wir uns auf Schwingung einlassen.

„FARBEN SIND SICHTBARE SCHWINGUNGEN“
Biophotonen heißen die schwachen Lichtsignale, die jedes Lebewesen aussendet. Bernhard greift sie auf, übersetzt sie in Farbe. Macht Schwingung somit sichtbar. Sechs Tafeln in Primär- und Sekundärfarben spannen einen Raum auf, der nur durch den Menschen, der ihn betritt, zum Schwingen kommt. Wer drinnen tanzt, bringt das Bild im Hintergrund zum Aufleuchten. Die eigene Energie überträgt sich. Wenn mehrere Menschen drin sind, vermischen sich ihre Farben – wie das Überlagern ihrer Auren, sagt Bernhard.
„Wir sind alle vielfach nur noch in Grautönen unterwegs“, sagt er. „Die Farbe fehlt uns.“ Er sieht es in den Gesichtern, hört es in den Gesprächen. Angst als Motor, Misstrauen als Grundton. Was er den Besuchern wünscht: mehr Farbe aufnehmen – und wieder ausstrahlen können.
Bernhard ist Malermeister, gebürtig aus Meran. Mit vierzehn die Lehre, mit dreiundzwanzig selbständig. Über die Illusionsmalerei – große Wandwelten, die das Auge täuschen – kam er Jahre später an die Leonardo Kunstakademie im Schloss Mattsee bei Salzburg und lernte dort die freie Malerei. Seine Ausbildung zum humanökologischen Farbberater prägt ihn ebenfalls: Er hilft Menschen herauszufinden, welche Farben sie unterstützen, ob Schlafzimmer, Küche oder Arbeitsplatz, am liebsten mit Kalkfarbe, die auf derselben Ebene schwingt wie der Mensch. „Farben sind sichtbare Schwingungen“, sagt er. „Auch wenn wir schlafen, entfalten sie ihre Wirkung.“
 
Seine eigene Farbe gerade: Indigo. Sogar der dringend benötigte Lieferwagen ist indigofarben, zufällig, sagt er und schmunzelt – wir wissen ja, wie das mit Zufällen ist. Indigo ist sein inneres Meer. Darin kann er abtauchen, bei sich sein, ehrlich werden. Und Ehrlichkeit hat auch damit zu tun, sich zu fragen: Mit welchen Menschen will ich mich umgeben? Wer tut mir wirklich gut? Wer saugt eigentlich mehr Energie? „Das ist hart, Menschen zu verlieren, und wenn ich ehrlich mit mir selber bin, ist das aber die Konsequenz.“ Mit seiner Kunst, sagt Bernhard, möchte er einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Aus einer inneren Entspanntheit heraus wirken.
Mit der Installation hat Bernhard etwas vor, das er Friedensarbeit nennt: miteinander reden, nicht übereinander. Im September und Oktober, seinem Projektzeitraum, ist er selbst immer wieder mal vor Ort, motiviert die Menschen zur Bewegung, lädt sie ein, Schwingung sichtbar zu machen und gemeinsam in die immersive Erfahrung einzutauchen.
 
Über den Künstler und sein Werk
Biografie

Bernhard Reiterer | *1969 in Meran, lebt in Jenesien

Bernhard Reiterer ist Malermeister. Mit vierzehn begann er die Lehre, mit dreiundzwanzig machte er sich selbständig. Die Illusionsmalerei – Trompe-l'œil, große Wandwelten, die das Auge täuschen – beherrscht er aus dem Malerhandwerk; der freien Malerei widmete er sich erst später, an der Leonardo Kunstakademie im Schloss Mattsee bei Salzburg, gefolgt von einer Meisterklasse bei Prof. Hannes Beier. In den letzten Jahren stellt er regelmäßig aus, in Südtirol und über die Grenzen hinaus. Durch all das zieht sich ein roter Faden: Farbe und ihre Schwingung sichtbar und spürbar zu machen. Als humanökologischer Farbberater hilft er Menschen, herauszufinden, welche Farben sie unterstützen, am liebsten mit Kalkfarbe, die auf derselben Ebene schwingt wie der Mensch. Seine eigene Farbe ist gerade Indigo, sein inneres Meer: Darin kann er abtauchen, bei sich sein, ehrlich werden. 

 
Werkbeschreibung
„Das innere Leuchten“
Sechs Farbtafeln aus Kunstharz, die die menschlichen Energiezentren symbolisieren, sind zu einem Tanzkreis aufgestellt, über Glasfaserkabel beleuchtet, mit Bewegungsmeldern versehen: Wer Bernhard Reiterers begehbare Installation „Das innere Leuchten“ betritt und sich bewegt – oder zu tanzen beginnt –, bringt die Tafeln zum Leuchten; je mehr Bewegung, desto intensiver. Am Ende des Raumes strahlen die Lichtpunkte in ein großes Bild zweier Menschen hinein. Biophotonen heißen die schwachen Lichtsignale, die jedes Lebewesen aussendet; Bernhard greift sie auf und übersetzt sie in Farbe – und macht so sichtbar, was sonst verborgen bleibt: die Lebendigkeit, die wir ausstrahlen, wenn wir uns auf Schwingung einlassen. Der Künstler appelliert an uns, wieder farbiger zu werden: Zu oft tragen wir nur Grautöne und strahlen sie aus. Seine Einladung: sich durch das Kunstwerk zu bewegen und das eigene innere Leuchten, das in jedem von uns wohnt, erfahrbar und sichtbar zu machen. 
 
www.malerei.it
Hören Sie hier den Audioguide zu Bernhard Reiterer
Standort Kunstwerk

„Das innere Leuchten“

Ex Grauer Bär, Unterstadt 1
Zugänglichkeit: 9.00–18.00 Uhr

Lageplan Triennale Klausen
Die fünf Hauptkünstler & Triennale Klausen
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Christian Gufler
Christian Gufler ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„BEIM FOTOGRAFIEREN SUCHE ICH DEN GLANZ IN DEN AUGEN, DAS IST FÜR MICH LEBEN.”
Der Künstler aus Lana fotografierte in seinem Studio 30 Menschen. Zu seinem Werk wurde er inspiriert, als er in Rom mitten auf einem belebten Platz mitten im Getümmel still stand und alle Menschen an sich vorbei ziehen hat sehen.
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Florian Tschurtschenthaler
Florian Tschurtschenthaler ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„DIE GRÖSSTE MENSCHLICHE STÄRKE? DAS RICHTIGE TUN, AUCH WENN DU DER EINZIGE BIST.”
Der junge Künstler aus Sexten liebt die Arbeit mit Holz.
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Lukas Mayr
Lukas Mayr ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„DIE FREQUENZ, DIE TRÄGT, IST IMMER DA. DIE FRAGE IST NUR, OB WIR UNS IN SIE HINEIN BEWEGEN.”

Der in Brixen lebende Künstler beschäftigt sich mit der Frage, was der Antrieb jedes Menschen ist, etwas Bleibendes zu bauen. Er nennt dies Mirkokultur. Für sein Werk "Stein der Weisen", hat er einen riesigen Steinkoloss aus den Tiefen der Erde geholt und bearbeitet.

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Patrick Obkircher
Patrick Obkircher ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„MIR IST NICHT WICHTIG, EINE SCHÖNE SKULPTUR ZU MACHEN. SONDERN EINE, DIE TIEFE HAT.”
Der junge Künstler aus Welschnofen hat ein Selbstportrait der besonderen Art angefertigt. Es träg den Titel "To Be".
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MENSCH SEIN
Triennale Klausen
13.06. - 07.11.2026
Die Triennale Klausen bringt vom 13. Juni - 7. November zeitgenössische Kunst in das Künstlerstädtchen. Alle drei Jahre wird Klausen zum Treffpunkt für Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher. Ausstellungen, Installationen und künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Raum und Gegenwart.
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