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Hauptkünstler

Lukas Mayr

Ein Felsen aus Eisacktaler Granit, jahrtausendelang unter der Erde in Vahrn gelegen, kommt für einen Wimpernschlag ans Tageslicht. Lukas Mayr hat ihn herausgeholt und baut auf ihm weiter. Stein auf Stein. Auf dem kolossalen Stein türmen sich weitere kleinere Steinbrocken, die Verbindungen dazwischen schimmern golden. Sein Werk „Stein der Weisen” fragt jeden, der sich auf ihn einlässt: Was baust du auf? Was ist deine Mikrokultur?

„DIE FREQUENZ, DIE TRÄGT, IST IMMER DA. DIE FRAGE IST NUR, OB WIR UNS IN SIE HINEIN BEWEGEN.”

Der Stein ist für Lukas mehr als Material. Er ist die Verbindung zwischen Mensch und etwas Höherem. Die ersten Werkzeuge waren aus Stein. Die überdauernden Bauwerke wie die Pyramiden und Stonehenge sind aus massivem Stein. Wo Menschen Bleibendes schaffen wollten, haben sie zum Stein gegriffen. „Masse ist Energie”, sagt Lukas. Und der Mensch nur einen Wimpernschlag dazwischen. Im „Alchimisten” von Paulo Coelho ist der Stein der Weisen die Metapher für Transformation und das Verständnis, dass wahre Weisheit nur durch persönliches Wachstum erlangt werden kann. Daran knüpft Lukas an.

Was ihn am Menschen am meisten fasziniert, ist ein Drang, den er bei allen wiederfindet: die Lücke zu schließen. Eine Wissenslücke, eine kreative Lücke, ein Trauma. Aus den Bausteinen, die einem das Leben gibt, etwas zu bauen – bewusst oder unbewusst, immer im Wechselspiel, sich an das herantastend, was man selbst ist. „Du wirst, was du tust”, sagt Lukas. Selbstermächtigung, Selbsterkenntnis. Und Wahrnehmung. „Es geht um Frequenz”, sagt er. „Wenn man verliebt ist, sieht man die Welt ganz anders. Aber diese Frequenz ist immer da. Die Frage ist nur, ob wir uns da hinein bewegen.”


Sein eigener Weg begann handwerklich. Mit achtzehn der Gesellenbrief als Heizungs- und Sanitärinstallateur, dann Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung, der Wunsch nach mehr. 2017 macht er sich als freischaffender Künstler selbständig, lernt drei Jahre Holzbildhauerei in Gröden und vertieft sich in Heilige Geometrie. Mehrmals pro Woche übernimmt er die Nachtwache bei einer Jugendlichen mit Beeinträchtigung. „Aus diesen Begegnungen lerne ich so viel.”
Lukas glaubt an das tiefe Leben. Alle Facetten zulassen, von totaler Glückseligkeit bis zu totaler Traurigkeit. Wer das eine nicht zulasse, könne das andere auch nicht empfinden. Viele Menschen blieben aus Angst in der Mitte – „aber haben sie wirklich gelebt?” Hinterlassen möchte er etwas Positives. Aufzeigen, welche Kraft wir haben, als Menschen und Lebewesen. Und er wünscht sich für uns alle, dass wir sie konstruktiv nutzen.
Wo hört für ihn das Menschliche auf? Lukas zögert. „Der Mensch hat alles in sich, auch wenn er Böses tut. In der Natur gibt es ja auch Tod und Gewalt – ohne Wertung.” Aber: Wir können uns fragen, wie wir leben wollen, was wir hinterlassen, welche Wege wohlwollend für andere sind. Was uns vom Tier unterscheidet, sei nicht Kraft, sondern Neugier. Neues lernen, kreativ sein, Lösungen finden, wo der Körper zu schwach ist. Diese Neugier hat uns überleben lassen. Und das ist für Lukas das eigentliche Werkzeug.
Hören Sie hier den Audioguide zu Lukas Mayr
Standort Werk

Stein der Weisen

Fragener Platz

rund um die Uhr frei zugänglich

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Patrick Obkircher
Patrick Obkircher ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„MIR IST NICHT WICHTIG, EINE SCHÖNE SKULPTUR ZU MACHEN. SONDERN EINE, DIE TIEFE HAT.”
Der junge Künstler aus Welschenofen hat ein Selbstportrait der besonderen Art angefertigt. Es träg den Titel "To Be".
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Florian Tschurtschenthaler
Florian Tschurtschenthaler ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„DIE GRÖSSTE MENSCHLICHE STÄRKE? DAS RICHTIGE TUN, AUCH WENN DU DER EINZIGE BIST.”
Der junge Künstler aus Sexten liebt die Arbeit mit Holz. Die Geschichte seiner Heimat hat ihn zu seinem Kunstwerk "Weihnachten" inspiriert.
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Bernhard Reiterer
Bernhard Reiterer ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
„FARBEN SIND SICHTBARE SCHWINGUNGEN”
Der Malermeister aus Meran macht mit seinem Kunstwerk "Das innere Leuchten" zwischenmenschliche Begegnung sichtbar.
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Christian Gufler
Christian Gufler ist einer der fünf Hauptkünstler der Triennale Klausen.
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MENSCH SEIN
Triennale Klausen
13.06. - 07.11.2026
Die Triennale Klausen bringt vom 13. Juni - 7. November zeitgenössische Kunst in das Künstlerstädtchen. Alle drei Jahre wird Klausen zum Treffpunkt für Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher. Ausstellungen, Installationen und künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Raum und Gegenwart.
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